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Armbruster 2011

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 4.1.2012
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Bericht Armbruster Zuchtprüfung 2011

 

 

Nachdem Elvira Schwarz und ich sehr schöne und erfolgreiche Tage im Hause der Familie Green in Evansville, Wyoming, anlässlich einer BTR und einer VGP hatten, lag nun der zweite Teil unserer 12-tägigen Reise nach Amerika vor uns. Es geht nach Shreveport, Louisiana, zur 10. Armbruster-Zuchtprüfung des VDD-Gruppe Nordamerika:

Dienstag, 18.10.11:

Wir sind sehr früh aufgestanden, denn um 07:30 Uhr wollten wir in Richtung Denver starten. Der Flug von Denver über Dallas nach Shreveport in Louisiana verlief sehr angenehm, konnte man doch aus 9000 m Höhe das Land dank wolkenfreien Himmels sehr schön sehen. Nebenbei brachten diese Flüge auch noch einen Zeitsprung von einer Stunde nach vorne. Die Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen in unser Hotel „ La Quinta- Inn and Suites „ verlief etwas abenteuerlich, dort aber angekommen mussten wir feststellen, dass es ein sehr schönes Hotel war. Louisiana ist bekannt für Seafood, und deswegen landeten wir gleich am ersten Abend in einem Restaurant, wo es aussah, wie in einer drittklassigen Kaschemme, das Essen aber sehr gut war.

Mittwoch, 19.10.11. Nach einem „ brauchbaren „ Frühstück  ging sie nun endlich los, die 10. Armbruster-ZP 2011 in Shreveport, Louisiana.

 

 

 

Der Prüfungsleiter Cal Bambrough hatte mit seinem Team dieses Hotel ausgesucht und es mittlerweile mit  „Drahthaar-Leben“ ausgefüllt. Es fanden sich Banner an den Wänden, die sowohl als Willkommensgruss, aber auch als Bekanntgabe der Sponsoren genutzt wurden. Jeder Hundeführer und jeder Richter erhielt von der Suchenleitung eine Tasche mit kleinen Präsenten, genau so, wie man es von der Hegewald kennt. Alles war mit dem diesjährigen Logo der Armbruster ZP versehen, entweder in gedruckter, gepresster, oder in gestickter Form. Alle 21 gemeldeten Hundeführer und die Richter meldeten sich nach und nach im „La Quinta“ an und am späten Nachmittag fuhr dann die gesamte Prüfungsgesellschaft auf die „Quaw Paw Farm“, einen ca. 2500 ha großen Privatbesitz der Familie Rasberry, ca. 15 Meilen von Shreveport entfernt.

Auch Ottokar Raacke, seit fast 50 Jahren Züchter des Zwingers „vom Wächtersbach“ mit seiner Frau Christa war angereist, um als Verbandsrichter bei der Armbruster wieder einmal seine amerikanischen Freunde zu treffen. Auf dem Farmgelände fand sowohl die Richterbesprechung, als auch der Eröffnungsabend statt. Dabei wurden den Teilnehmern traditionelle Südstaaten-Gerichte angeboten, die sich aus Schweine-, Wild- und Putenfleisch, alles mit Rauchnote, heißen Bohnen, Kartoffeln und allerlei heißen Soßen zusammensetzten. Dazu gab es unter anderem viel dunkles Bier. Nach dem Dinner fand eine Versteigerung verschiedenster Gegenstände zu Gunsten der Armbruster-Zuchtprüfung statt.

Der Test-Koordinator Brandt Hardy verstand es, den Leuten das Geld aus der Tasche zu locken. Die Gruppeneinteilung in Feld- und Wassergruppen wurde allen Teilnehmern bereits bei der Anmeldung bekannt gegeben, so dass sich der Abend nicht so in die Länge zog und alle rechtzeitig zu Bett gehen konnten.

 

 

Donnerstag, 20.10.2011.

Morgens um halb sechs gab es schon Frühstück, da die Abfahrt in die Reviere ( Wasser und Feld ) für 06.15 Uhr angesetzt war. Die Feldreviere befanden sich ca. 10 Meilen von Shreveport entfernt und waren bestens geeignet, eine HZP durchzuführen. Landschaftlich ist die Gegend um Shreveport mit dem Aussehen Norddeutschlands zu vergleichen. Es finden sich sehr viele Bäume und allerlei anderes Grünzeug nahezu überall.    Elvira und ich waren jeweils einer Feldgruppe zugeteilt worden, Roger war als Richterobmann am Wasser eingeteilt.                                                                    Mit ihm zusammen richtete u.a. Ottokar Raacke. Zügig wurde in allen Feldgruppen mit den anstehenden Feldarbeiten begonnen. Da es an diesem Morgen etwas gefroren ( ! ) hatte, dauerte es etwas bis alle ( -s ) aufgetaut waren. In meiner Feldgruppe war Mark Heuer zum Richterobmann bestellt worden, Elvira wurde der Gruppe um Fred Turjan zugeteilt. Die unseren Gruppen zugeteilten Hunde waren zum Großteil sehr gut auf diese Prüfung vorbereitet worden. Allerdings gab es auch hier Ausnahmen. Viele Hunde hatten einige Probleme mit der Ausarbeitung der Schleppen. Gegen Mittag hatte die Sonne die Luft auf ca. 25 °C erwärmt und es wurden zum Lunch ein paar „ Nettigkeiten „ gereicht. Jede Gruppe hatte einen „ Field-Marshall „ dabei, der sich sowohl um die geordnete Anreise, um das Schleppenwild, als auch um die Versorgung der Richter kümmerte.

Das lief an beiden Tagen reibungslos. Am frühen Nachmittag ging der erste Prüfungstag damit zu Ende, dass ein Armadillo ( Gürteltier ) einen Rüden beim Vorstehen in der Form störte, dass er den Rüden von hinten anlief, ihn rechts „ überholte „ und den Rüden dadurch zum Abbruch seiner Vorsteharbeit veranlasste. Tiere dieser Gattung sollten wir in der Folgezeit noch mehrfach zu Gesicht bekommen.

 

 

Freitag, 21.10.2011:

Auch am zweiten Tag im Feld waren sehr gute Hunde zu sehen. Am schönsten aber war natürlich, dass sich der spätere Sieger dieser Armbruster Zuchtprüfung in meinen Reihen befand. Dazu aber später mehr. Insgesamt war der zweite Tag noch etwas lockerer, als der erste Tag. Das lag einfach daran, dass sich die Richtergruppen gefunden, geprüft und für gut befunden hatten. Jeder wusste, was der andere wollte. Auch die Benotung der einzelnen Hunde lag in 98 % auf einem Punkt. Also gingen viele Arbeiten schneller von statten, als gedacht war. Auch dieser zweite Feldtag verging sehr harmonisch mit tollen Hunden und sehr netten Hundeführern. Da noch etwas Zeit war bis zur Richterschlussbesprechung nahm ich die Gelegenheit wahr, mir das Prüfungswasser anzusehen. Nach einer ca. 45-minütigen Fahrt, konnte ich ein Wasser sehen, ebenfalls auf einem riesigen Privatgrund gelegen, dass wirklich viel von den Hunden verlangte. Es lagen teilweise Äste im Wasser, überall waren Seerosen, Flach- und Tiefzonen hier und da und eine Größe von ca. einem Hektar. Da der Wind ständig drehte, war es für die Hunde nicht leicht die ausgelegte, bzw. lebende Ente zu finden. Wie bei Deutsch-Drahthaar aber bekannt, führt der sehr gute Finderwille und die hohe Wasserpassion aber schließlich doch noch zum Erfolg. Am Abend fand die gewohnte Richterbesprechung im Hotel statt, wo die Zensuren ab- und angeglichen wurden. Danach hatte jeder Teilnehmer Zeit, den Abend nach seinen Wünschen zu gestalten. Dabei wurde u.a. über die vergangenen Tage genauso gesprochen, wie über die Gastfreundlichkeit und die tolle Organisation dieser Prüfung.

 

 

Samstag, 22.10.2011:

An diesem Tag fand im Besprechungsraum des Hotels ein Richterseminar statt. Thema war die VGPO, die mit allerlei Fragen und Antworten mehr oder weiniger auseinander genommen wurde. Kurz vor Mittag fand dann wieder auf der o.g. „ Quaw Paw Farm „ die Zuchtschau statt, auf der alle Hunde dieser Armbruster durch den Zuchtwart der VDD-Gruppe Nordamerika, Lynn Whiteley, vorgestellt wurden. Flaggen in den Farben der Vereinigten Staaten, Kanada und Deutschland säumten das Zuchtschaugelände .

Und: Jedermann war sehr nett, aufgeschlossen, freundlich, hilfsbereit, gastfreundlich und überhaupt klasse uns Deutschen gegenüber. Am Nachmittag dieses Samstages wurde im Hotel noch ein Seminar über Hundezucht und Züchter gegeben, was ebenfalls zahlreiche Zuschauer fand. Der folgende Festabend in einem Country Club auf dem Gelände eines Golfclubs konnte fast nicht herrlicher sein. Ein wunderschön hergerichteter Festsaal wartete auf seine Gäste. Und der Saal wurde voll. Die erste Stunde war als Cocktail-Hour angesetzt, die auch umfangreich als solche genutzt wurde. Man traf alle wieder, die man die Tage zuvor schon mehrfach gesehen hatte. Es gab sehr, sehr viel zu ( be- ) reden, auszutauschen und für die Zukunft zu planen. Schließlich wurden die Organisatoren und alle Helfer umfangreich sowohl vom 1. Vorsitzenden des VDD-GNA Bryan R. Beaton, sowie dem Suchenleiter Cal Bambrough und dem Koordinator Brandt Hardy für ihre großartige Arbeit, die zum tollen Gelingen dieser Armbruster-Zuchtprüfung beigetragen hat, geehrt. Alle Teile dieser Prüfung waren bis ins letzte Detail genau geplant und organisiert. Sollte aber doch mal Plan A nicht ausreichend funktioniert haben, war sofort Plan B in Angriff genommen worden. Man muss allen Beteiligten dieser Armbruster-ZP eine außerordentlich gute Organisation und ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl bestätigen. Wirklich toll gemacht !!!

 

Nun zu den Siegern:

Gewinner der Armbruster Zuchtprüfung 2011, Shreveport, Louisiana, ist der Rüde Avci vom Blitzhaus, braunschimmel, 193 Arbeitspunkte, F 11 / H 11, 204,0 Armbruster-Punkte, mit seinem Führer Mike Fortner. Gleichzeitig war dieser Hund bester Feld- und bester Wasserhund.

 

 

 

Auf der Armbruster ZP wird für diese beiden Arbeiten jeweils ein Sonderpreis vergeben, was vielleicht auf der Hegewald auch nicht schlecht ankommen würde (?!? ). Platz zwei belegte die Hündin Furra vom Flusshügel,  schwarzschimmel, 191 Arbeitspunkte, F 10 / H 10, 201,0 Armbruster-Punkte, mit ihrem Führer Brian D. Sturgill. Platz drei ging an den Rüden Luger vom Wasatch, 189 Arbeitspunkte, F 10 / H 10, 199 Armbruster-Punkte, mit seinem Führer Jeremy B. Moore. Fünf Hunde bestanden diese Prüfung leider nicht.

Bei uns seit 2008 nicht mehr üblich, bei der VDD-Gruppe Nordamerika aber noch „ voll im Trend „ ist die Bewertung des schönsten Rüden und der schönsten Hündin. Bei den Rüden konnte diesen Titel „ Fuchado vom Sendero „ braunschimmel ( F 11 / H 10 ) mit seinem Führer Matthew Y. Preston einheimsen. Die schönste Hündin ist in diesem Jahr „ Ursa vom Wiredhaus „, braunschimmel ( F 11 / H 10 ), mit ihrem Führer Jim L. Wilson.

Auf eigenen und auf Wunsch des ersten Vorsitzenden des VDD-GNA, des Prüfungsleiters und des Geschäftsführers des DD-Weltverbandes, Hans-Werner Monreal, überbrachten Elvira, Ottokar und ich im Rahmen einer kleinen Rede die besten Wünsche des Vereins Deutsch-Drahthaar und des VDD-Weltverbandes. Nachdem die Preisverleihung vorbei war, war auch diese 10. Armbruster-ZP, Shreveport, Louisiana, schon wieder zu Ende.

 

Sonntag, 23.10.2011:

An diesem Tag hieß es Koffer packen und sich vor allem von den neuen und alten Freunden zu verabschieden. Nachmittags ging der Flug zurück in Richtung Deutschland, von Shreveport  über Atlanta und Paris nach Hamburg.

 

Vielen, vielen Dank für alles, was uns in Amerika geboten wurde.

BTR, VGP, Armbruster 2011:  12 tolle !! Tage Amerika gingen zu Ende  

To be continued !!!!!!    Auf der 11. Armbruster-ZP 2012 in Watertown, South Dakota

 

Zuletzt geändert am: 24.1.2012 um 16:23

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